Krankheitsbilder und Behandlungen

  • Abgenützte Gelenke:
    Die steigende Lebenserwartung und unser Lebensstil, der oft durch mangelnde Bewegung, Übergewicht oder Sportverletzungen geprägt ist, führen zu Abnützungen des Knorpels. Gesunder Knorpel sorgt welcher für eine reibungsarme und schmerzfreie Gelenksbewegung. Knorpel kann leider nicht wieder aufgebaut werden, auch wenn verschiedene Präparate dies versprechen. Man kann aber die Folgen der Abnützung, die sich oft durch Schmerzen äußern, behandeln und versuchen die Schmierung von Gelenken zu verbessern. Diese Maßnahmen können den Abnützungsprozess aber nur verzögern und bereits vorhandene Schäden nicht rückgängig machen.
    Typisch für das Anfangsstadium von abgenützten Gelenken sind sog. Anlauf- und Belastungsschmerzen, also Schmerzen im betroffenen Gelenk beim Aufstehen und nach längerer oder anstrengender Bewegung. In Ruhe gehen die Schmerzen meist wieder zurückgehen.
    Auch kommt es oft zur Schmerzausstrahlung in die Extremitäten. Oftmals stecken hinter Kniebeschwerden zum Beispiel als eigentliche Ursache Hüftgelenksprobleme. Eine umfassende Untersuchung durch einen erfahrenen Arzt ist wichtig, um rasch die eigentliche Ursache der Probleme zu finden. Der Stütz- und Bewegungsapparat des Menschen ist ein komplexes System mit vielen Wechselwirkungen, die in der oberflächlichen Abklärung in die Irre führen können.
    Weitere Informationen zu abgenützten Gelenken:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Arthrose

  • Überlastungsprobleme:
    Eintönige Bewegungen und Belastungen in unserem Alltag oder plötzliche Änderungen der Belastung (etwa beim Berufswechsel, einem neuen Hobby oder neuer Büroeinrichtung) können zu Schmerzen und anderen unangenehmen Beschwerden führen.
    Ein klassisches und häufiges Beispiel dafür ist der sog. „Tennisellbogen“, der durch Überlastung der Muskelansätze am Ellbogen zustande kommt. Anfangs wurde er oft mit Stoßbelastungen beim Tennisspielen in Zusammenhang gebracht – daher der Name. In der Realität sind jedoch alle Bewegungen mit Faustschluss und Muskelanspannung der Hand als Ursache möglich, wenn sie oft und immer gleich ausgeführt werden. So sind heute die Mehrzahl der betroffenen Patienten Hausfrauen (Griff nach Schwämmen, Tellern, Töpfen und Gläsern) und Büroangestellte (Computermaus).
    Hier können oft eine einfache Änderung der Bewegungsmuster oder physikalische Behandlungen helfen. Operationen sollten das letzte Mittel sein, das sie das Übel oftmals nicht beseitigen wird und es zum Wiederauftreten der Beschwerden kommen kann.

  • Wirbelsäulenprobleme:
    Die Wirbelsäule ist ursprünglich für im Wasser lebende Tiere entstanden und hat später an Land dazu gedient die Belastung der Schwerkraft auf 4 Beine zu verteilen. Die Aufrichtung der Körperachse zum Zweibeingang des Menschen führte dazu dass die Belastung nicht immer optimal auf die einzelnen Bereiche der Wirbelsäule verteilt ist und es daher verstärkt zu Abnützungserscheinungen kommt.
    Das kann durch Fehlbelastung, Verkrümmungen oder Folgen von Unfällen noch verstärkt werden, sodass Beschwerden der Wirbelsäule heute zu den häufigsten Krankheitsbildern zählt. Da die Wirbelsäule das Rückenmark schütz,t ist ein einfacher Austausch (wie etwa bei Hüftgelenken) leider nicht möglich. Daher ist eine zielgerichtete und präzise ganzheitliche Abklärung und Behandlung schon in einem frühen Stadium sehr wichtig. Auch für die Wirbelsäule gilt – Schäden kann man nicht mehr rückgängig machen, man kann allerdings die Beschwerden gut mit einem breiten Spektrum an Therapien behandeln. Konservative Behandlungen zeigen im frühen und mittleren Stadium in aller Regel bessere Ergebnisse als Operationen.

  • Konservative Behandlungen: Ist eine Behandlung durch physikalische Maßnahmen
    ( https://de.wikipedia.org/wiki/Physikalische_Therapie ) und / oder Medikamente, jedoch ohne Operation.

  • Unabhängige Beratung:
    Jeder, ob Patient oder Arzt, knüpft an Behandlungsvorschläge konkrete Erwartungen. Diese sind durch persönliche Erfahrungen, Empfehlungen Dritter, Informationen aus dem Internet oder wissenschaftliche Publikationen und Fortbildungen beeinflusst. Gerade wenn es um Operationen und teure Behandlungen geht, können einzelne Interessen dem Wohl des Patienten gegenüberstehen. Solche Interessen können zum Beispiel von Herstellern, Krankenhäuser oder einzelne Ärzten beeinflusst sein, die aus einer Behandlung mehr Profit schlagen als aus einer anderen, welche für den Patienten vielleicht besser wäre.
    Oftmals sind unbewusste Beeinflussung oder schlicht mangelnde Information der Hintergrund. Gerade wenn es für die Beschwerden des einzelnen Patienten keine klare Empfehlung gibt oder der Patient das Gefühl hat dass er nicht umfassend und nachvollziehbar aufgeklärt wurde und alle Aspekte ausreichend und klar beantwortet wurden, gibt es häufig mehrere sinnvolle Behandlungsmöglichkeiten.
    Für den Patienten ist es unter diesen Bedingungen oft schwer den Überblick zu behalten und eigenständig Entscheidungen mit zu gestalten. Daher ist es oft bei schwerwiegenden Entscheidungen, etwa ob man sich einer Operation unterziehen soll oder nicht, grundsätzlich sinnvoll die Meinungen von mehreren Experten einzuholen und sich dann selbst ein Bild zu machen.
    Über viele Jahre habe ich im Rahmen europaweiter und weltweiter Expertengremien daran mitgearbeitet aus der Vielzahl der verfügbaren Informationen den besten Weg für die Behandlung orthopädischer Patienten zu finden.
    Ich stelle dieses Wissen und die Erfahrungen gerne meinen Patienten zur Verfügung.
    Da ich selbst bestimmte Leistungen wie zB Operationen nicht anbiete, habe ich auch keine Vorteile aus einer Empfehlung in eine bestimmte Richtung und kann daher unabhängig und transparent beraten.


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